Hilfe für Afrika unterstützt seit Beginn 2017 die Waldorfschule in Windhoek bei der  Förderung von vier Schülerinnen und Schülern.

Die Waldorf School Windhoek startete als Grundschule mit 40 Schülern in der ersten bis vierten Klasse. Inzwischen besuchen 290 Schüler vom Kindergarten bis zur 13. Klasse die Schule.

Die Schule betreibt ein Schülerwohnheim für derzeit 28 Schüler. Dort leben und lernen Kinder gemeinsam aus den verschiedenen Kulturen Namibias und aus unterschiedlichen sozialen Schichten in einer dynamischen Heimgemeinschaft. Viele Kinder im Schülerwohnheim sind Halb- oder Vollwaisen. Die meisten stammen aus weit abgelegenen ländlichen Gebieten. Ohne Subventionierung durch Stipendien würden diese Kinder keine perspektivisch gute Ausbildung erhalten.

Die Schule könnte mehr Schüler in ihrem Heim betreuen, jedoch sind die Mittel beschränkt. Die Schule hat den Grundsatz, dass ein Schulkind nicht abgewiesen werden darf, wenn die Eltern oder die Erziehungsberechtigten nicht das Schulgeld finanzieren können. Die Eltern zahlen gemäss ihrer finanziellen Möglichkeiten, wenn sie das volle Schulgeld nicht zahlen können. Bisher hat das Erziehungsministerium die Schule finanziell unterstützt, aber die angespannte wirtschaftliche Situation in Namibia hat dazu geführt, dass diese Unterstützung 2017 wegfällt.

Hilfe für Afrika hat sich deshalb bereiterklärt, für dieses Jahr die Schule dabei zu unterstützen, weitere Schuler ins Wohnheim aufzunehmen. Die Förderung beinhaltet den Schulbesuch, die Kosten für die Plätze im Schülerwohnheim, Schulmaterial und Klassenfahrten und Gesundheitskosten.

Jedes der vier geförderten Kinder hat sein eigenes Schicksal. Drei haben Elternteile verloren. Das Verhalten eines der Kinder ist durch Traumata geprägt. Alle Familien sind aufgrund verschiedener Ursachen in finanziellen Schwierigkeiten, zum Teil als Farmer durch die Dürre, zum Teil durch nicht ausreichende Einkommen.