Ferien Workshop – Perspektiven, Talente und soziale Kompetenzen

In den Ferien konnte die Magazine Christian Mission Academy in Chipata  51 Schülern unterschiedliche Workshops anbieten. Hilfe für Afrika hat dies ermöglicht. Den Schülern sollte die Möglichkeit angeboten werden herauszufinden, wo ihre Interessen liegen und wo sie Stärken im Bezug auf praktische Fähigkeiten haben. Ebenso lag ein Schwerpunkt darauf den Schülern zu vermitteln, auf welche Fertigkeiten und sozialen Kompetenzen es im Arbeitsalltag ankommt. Z.B. Durchhaltevermögen, Konzentration, Geduld, exaktes Arbeiten, Planung der Arbeitsschritte, Zusammenarbeit, usw..Jede einzelne Tätigkeit gab den Schülern  einen Einblick, welche beruflichen Perspektiven nach der Schule möglich sind.  Ebenso wurde den Schülern vermittelt, dass eine gute Arbeitsweise sich beim Verkauf der selbst hergestellten Ware bezahlt macht.

Die Schüler konnten aus drei verschiedenen Beschäftigungen auswählen. Sie mussten sich für einen Workshop entscheiden und sich dann jeweils eine Woche lang darin ausprobieren. Die Handwerker kommen aus dem umliegenden Wohngebieten und erwirtschaften durch diese Beschäftigungen ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien.

Zum  einen wurde der Workshop “brazier” angeboten. Hier wurde Metall von Hand mit Hilfe von Werkzeugen verarbeitet und verschiedene Gebrauchsgegenstände (mbaula= Kochgelegenheit, shomeka=Wanne) hergestellt. Obwohl dies eher ein von Jungen bevorzugtes Arbeitsfeld ist, meldeten sich für diesen Workshop ebenfalls vier Mädchen an.

In einem anderen Workshop wurden “baskets” (Körbe) angefertigt. Aus Abfallprodukten, ca.  1cm breiten und unterschiedlich langen Plastikbändern, wurden Einkaufstaschen oder Körbe in verschiedenen Größen geflochten.

Eine weitere Tätigkeit war “tailoring”, die Schneiderei. In vier Gruppen wurde mit Schülern an Nähmaschinen gearbeitet. Die Gruppen befassten sich mit der Nähmaschine, deren Aufbau und praktische Anwendung. Das richtige “Treten” wurde eingeübt, das gerade Nähen auf Papier oder auf Stoffresten. Bevor mit der Maschine gearbeitet werden konnte, wurde Stoff für eine Tasche zugeschnitten und anschließend in einzelnen Arbeitsschritten eine Tasche für die Schule angefertigt. Dabei entwickelte jede Gruppe ein individuelles Modell für eine Tasche. In weiteren Lernschritten stellten die Schüler eine zweite Tasche her.

Die Schüler entwickelten großen Spaß bei diesen Tätigkeiten und machten im Laufe der Woche Fortschritte im Umgang mit den Materialien und ihrer Arbeitsweise. Jeder Schüler durfte zum Ende der Woche ein selbst hergestelltes Produkt mit nach Hause nehmen. Die anderen Gegenstände werden durch die Schule verkauft und ein Anteil des Erlöses an die “Hersteller” (Schüler) weitergegeben.

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