Kwetu Mädchenprojekt, Tansania

Das Kwetu Mädchenprojekt – Tansania

Das Kwetu Projekt wurde von Nasrin Siege, Kirstin Noer (Dänemark), Pip Jensen (Dänemark) und Seth Le Leu (Salvation Army) im Jahre 1996 initiiert. Nach langer Zeit wurde der von der Salvation Army gestellte Antrag zum Bau eines Wohnheims für Mädchen (nach dem Vorbild des Kigogo Wohnheims) von der dänischen Entwicklungshilfe angenommen und von DANIDA für drei Jahre finanziert: Bau von einem kleinen “Dorf” mit Wohnhäusern, Küche, Garten, Hühnerhaltung, Versammlungsplatz für 30 Mädchen, die rundherum von ausgebildeten Frauen betreut werden. Schulbesuch der Mädchen (Alter 6 bis 12 Jahre) in den nahen lokalen Schulen. Das Wohnheim wurde im Jahr 2000 gebaut und am 18. Dezember der Salvation Army übergeben.

Nasrin Siege hat als Mitglied im Berater-Gremium bis 2003 mitgearbeitet.

Das Projekt wird inzwischen von der Heilsarmee zum größten Teil finanziert. Hilfe für Afrika hat das Projekt währen der Planungsphase mit Beratung und Finanzierung einzelner Programme unterstützt.

Da die Finanzierung durch die Heilsarmee gesichert ist, wird Hilfe für Afrika bis auf weiteres keine finanzielle Unterstützung leisten. Wir werden jedoch den Kontakt zu dem Projekt aufrecht erhalten und falls notwendig, dem Projekt zur Seite stehen.

 

Schul- und Ausbildungsprojekte in Ambohimandroso, Madagaskar

Projekte in Madagaskar
Seit Januar 2006 hat Hilfe für Afrika e.V. eine Initiative der Bewohner des Dorfes Ambohimandroso finanziell und mit Beratung unterstützt:

Das Projekt in dem Dorf Ambohimandroso

Das Schulprojekt:
Das Dorf liegt auf einem der vielen Hügel Antananarivos. Hier gibt es viele schulpflichtige Kinder, die nicht in die Schule gehen, da sie keine Geburtsurkunden haben. Um ihren Kindern eine Primarschulsausbildung zu ermöglichen, hat eine Gruppe der Eltern die Initiative unternommen und ein kleines Schulgebäude gebaut. Das Grundstück hat einer der Dorfbewohner zur Verfügung gestellt. Ermutigt durch die Unterstützung von Seiten des deutschen Vereins und nach vielen Gesprächen, haben die Eltern sich die Geburtsurkunden ihrer Kinder besorgt und aus der Grundschule ist eine Vorschule geworden. Die Eltern zahlen einen kleinen monatlichen Beitrag und finanzieren so einen Teil des Lehrergehalt. Den anderen Teil und die Kosten für das Schulmaterial finanziert Hilfe für Afrika e.V.

Vorschulgruppe Hasenohren

Der weitere Beitrag von Hilfe für Afrika e.V.
Hilfe für Afrika wird die Vorschule bis Ende des Jahres 2007 finanzieren und gleichzeitig versuchen, eine im Lande stationierte Hilfsorganisation für die langfristige Beratung und Finanzierung der Schule zu gewinnen.

Das Ausbildungsprojekt:
In Ambohimandroso lebt eine große Zahl von jungen Erwachsenen, die den Wunsch haben, neben der Landwirtschaft ein Handwerk zu erlernen. Sie haben, zusammen mit der oben erwähnten Elterngruppe ein eigenes Projekt ins Leben gerufen:
Mit dem zusammengesparten Geld der Initiatoren wurden im Jahre 2006 drei gebrauchte Strickmaschinen gekauft, an denen sie von März 2006 bis März 2007 von zwei Lehrerinnen ausgebildet wurden.

Hilfe für Afrika e.V. hat das Training der Gruppe mit der Finanzierung von Material und Gehälter für die Ausbilder und mit Beratung unterstützt.

Am 17. März 2007 – zwei Wochen vor Abschluss des Ausbildungsprogramms – fand auf einer belebten Straße im nahen Ambohimanga eine Verkaufsausstellung der StrickerInnen statt. Der Erlös aus dem Verkauf sollte als Startkapital für die neu zu gründende Kooparative genutzt werden.

Höhepunkt der Ausstellung war die Zeugnis-Verleihung an die 23 StrickerInnen!

Eine Woche nach der Verkaufausstellung gab es eine sehr traurige Nachricht: Mark Rakotomanga, der Ansprechpartner von Hilfe für Afrika e.V. und Nasrin Siege (Assoziation Ecole de Rugby Ecole de la Vie) und enger Kontakt der Dorfbewohner, war gestorben. Die folgenden Wochen nach seinem Tode gab es einen „Stillstand“ im Projekt. Mark war die ganze Phase hindurch immer ein zuverlässiger Freund und Kollege für alle Beteiligten im Projekt gewesen und er wurde sehr vermisst.

Mark Rakotomanga
Mark Rakotomanga

Inzwischen geht die Projektarbeit weiter: Die StrickerInnen sind im Prozeß der Gründung einer Kooperative und sie stricken fleißig weiter, nach dem sie einen Strickauftrag von 192 Pullovern für den hiesigen Markt erhalten haben.

 

Der weitere Beitrag von Hilfe für Afrika e.V.
Hilfe für Afrika berät die Kooperative und versucht mit Hilfe einer neuen Partnerorganisation Banjara Hills Consult Finanzierungsmöglichkeiten in Madagaskar ausfindig zu machen.

Buchprojekt – Madagaskar

Das Buch der Jugendlichen aus dem Armenviertel ist seit dem 1. Juni 2007 auf dem madagassichen Buchmarkt!

Kinder der Straßenbücherei schreiben ihr eigenes Buch

„Wieviele Bücher haben Sie geschrieben?“ – „Wie lange schreiben Sie an einem Buch?“ – „Was bringt Sie auf das Thema von einem Buch?“ … Solche und andere ähnliche Fragen kennt wohl jeder Autor, der vor einer Gruppe von Kindern aus seinen Büchern gelesen hat. Auch mir wurden sie oft gestellt, aber eher in den Klassenzimmern in Deutschland, Schweiz und Österreich, den Ländern, in denen ich aus meinen Büchern gelesen habe.

Diesmal – im Juni 2005 – wurde ich von ca. zwanzig madagassischen Jungen und Mädchen befragt. Wir sassen in der damals seit kurzem gebauten Bibliothek „Fanovozantsoa Joseph Wresinski“, die sich in Antohomadinika, einem der ärmsten Wohnviertel Antananarivos, befindet. Der Weg zur Bücherei hatte mich an ärmliche Hütten vorbeigeführt, die sich links und rechts an einen kleinen schmutzig-grünen Kanal befanden, in dem sich der Unrat und das Abwasser sammelt. Hier, inmitten von Staub und Abfällen, spielten kleine Kinder, nicht weit von einem Müllberg, in dem eine junge Frau mit einem Baby nach etwas Nützlichem wühlte.

Immer noch mit den eben gesehenen Bildern der großen Armut vor Augen, saß ich nun in dieser kleinen Bibliothek, schaute auf die halbvollen Regale und ließ mir von den stolzen Jugendlichen erzählen, wie sie mit Hand angefaßt hatten am Bau ihrer Bücherei.

Und dann kamen ihre Fragen an mich, die Autorin aus Deutschland. Immer wieder schnellten ihre Hände in die Höhe. Nachdem ich von mir erzählt hatte, auch wie und warum ich angefangen hatte zu schreiben, erfuhr ich, dass eine Reihe der Jungen und Mädchen auch schrieb. Ein Junge holte sein Heft und zeigte mir die ersten 25 Seiten seines Theaterstücks und ein Mädchen fragte, wann ich denn wiederkommen würde, denn sie hätte auch eine Geschichte geschrieben … Und irgendwann war die Idee vom eigenen Buch da, das sie alle mit ihren Geschichten füllen könnten. Dass ich wiederkommen würde, war danach keine Frage mehr.

Die Jugendlichen, die an ihrem eigenen Buch gearbeitet haben, sind in der Jugendbewegung von ATD Vierte Welt / Madagaskar aktiv (ATD: „Hilfe in aller Not“). Hier in Antananarivo unterstützen sie u.a. die Straßenbüchereien: Sie besuchen mit den MitarbeiterInnen vom ATD die Kinder von Antohomadinika auf Straßen und Plätzen innerhalb des Viertels. Da viele Kinder nicht zur Schule gehen und keine Bücher kennen, ist das Ziel, sie mit Büchern, Geschichten, Liedern und dem Malen vertraut zu machen.

Einer der ATD-Mitarbeiter ist Lucas Rodwell, mit dem ich vom Beginn des Buchprojekts mit den Jugendlichen zusammen gearbeitet habe.

Während der folgenden Werkstattgespräche mit Lucas und mit mir beschlossen die Jugendlichen Geschichten über ihr Leben in ihrem Stadtviertel zu schreiben. Dabei habe ich viel über ihre Lebenssituation erfahren und gesehen, dass das Schreiben für sie mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist: Sie alle leben mit ihren Familien in kleinen notdürftig zusammengezimmerten engen Unterkünften in einem Armenviertel in Antananarivo. In ihren Wohnungen gibt es keinen Raum, in den sie sich zurückziehen können, in dem sie Ruhe zum Schreiben bekommen. Hinzu kommen ihre vielen Verpflichtungen – abgesehen von ihrem Engagement im ATD – , die sie in ihren Familien haben: All die Arbeiten, wie Wasserholen, Kochen, Saubermachen, Wäschewaschen und auf die kleineren Geschwister aufpassen, lassen wenig Zeit für die Schule und zum Schreiben.

Und trotzdem haben sie weiter an ihrem Buch gearbeitet!

Da es in Madagaskar wenige Bücher auf Malagasy, der lokalen Sprache gibt, sollte ihr Buch ursprünglich auf Malagasy und Französich erscheinen. Es sollte von einem der Mädchen illustriert werden und in Madagaskar gedruckt werden.  Mit dem daraus erzielten Einkommen wollten die Jugendlichen u.a. Bücher und Material für ihre Bibliothek und die Straßenbücherei kaufen.

Im November 2006 machten wir einen Ausflug in den Regenwald bei Andasibe. Die Jugendlichen lasen sich gegenseitig ihre fertigen Geschichten vor, diskutierten erneut die Frage der zweiten Sprachen des Buches und beschlossen kurz danach, dass ihr Buch in Malagasy und Deutsch erscheinen sollte.

Gruppenphoto

Das war imGrunde der zweite entscheidende Schritt, denn von nun an konnte ich – die Autorin aus Deutschland – die deutschen Übersetzungen besser überarbeiten.

Der deutsche Titel ist: „Madagaskar – Tage unseres Lebens“.

Sieben Jugendliche– Celine, Lucy, Naina, Brigitte, Ravaka, Naval und Jocelyn aus Antananarivo erzählen Geschichten aus ihrem Leben und Ruffin aus Tulear hat einen Artikel über die Beerdigungszeremonien der Vezo (der Etnie, der er angehört) geschrieben.

Die Jugendliche Prisca Rakotomanga hat die Erzählungen illustriert.

Am 1. Juni 2007 ist das Buch bei der Imprimerie Lutherienne in Madagaskar in Malagasy und Deutsch erschienen!!! Gerade rechtzeitig, denn unsere Termine für die Präsentationen des Buches in der Bibliothek in Antohomadinika am 2. Juni 2007 und im Goethe Zentrum am 6. Juni standen schon fest.

Das waren große Tage für die jungen AutorInnen und Prisca! Endlich war der Traum vom eigenen Buch kein Traum mehr, sondern Realität!

Beide Veranstaltungen waren sehr schön, mit vielen Gästen und aufgrund der unterschiedlichen Lokalitäten auch sehr unterschiedlich. In Antohomadinika waren viele Nachbarn, Freunde und Mitglieder anderer Hilfsprojekte gekommen. Im Goethe-Zentrum trafen wir Besucher aus der internationalen Gemeinde, Madagassen, die in irgend einer Weise mit Deutschland und der deutschen Sprache verbunden waren und Mitgliedern anderer Hilfsprojekte.

Besonders geehrt fühlten wir uns alle durch den Besuch des deutschen Botschafters, Dr. Wolfgang Moser, im Goethe-Zentrum (6.6.2007).

Madagaskar Buch Cover

Der Ablauf beider Veranstaltungen war ähnlich: Wir hatten eine kleine Pantomime vorbereitet, mit der wir unsere Sitzungen in dem kleinen Arbeitsraum vor gespielt haben. Danach haben die jungen Leute sich vorgestellt und aus ihren Texten vor gelesen und ich habe Teile aus den deutschen Übersetzungen vor getragen.

Zur Untermalung hatten wir Priscas Illustrationen aus gestellt.

Am 25. November 2007 werde ich im Rahmen einer Ausstellung (mit den ersten handgeschriebenen Texten, ersten Übersetzungen in Französich und dann in Deutsch, Überarbeitungsprozess, Fotos, Illustrationen etc.) in der PH Heidelberg vom Entstehen des Buches der Jugendlichen erzählen.

Sie sind alle herzlich dazu eingeladen!

Das Buchprojekt wurde mit Hilfe von Spenden von Hilfe für Afrika e.V. finanziert.

Da das Buch in Madagaskar erschienen ist, können Sie es nicht im deutschen Buchhandel bekommen.

Die erste Auflage von 600 Exemplaren ist in Madagaskar bereits vergriffen und die zweite Auflage ist anvisiert.

Das Buch ist leider nicht mehr über Hilfe für Afrika vorrätig. Bei Interesse bitte sich direkt mit ATD Quart Mond in Madagaskar in Verbindung setzen. ATD Fourth World – Madagascar: atdmada@wanadoo.mg Der Erlös vom Verkauf wird für ATD Madagaskar und andere Projekte verwendet werden. .

Die American School of Antananarivo hat in ihrem Newsletter “World on the Street” vom 3. April 2006, einen informativen Artikel über dieses Projekt veröffentlicht.

Weitere Links:

http://www.librikon.de/Nachbarskinder.htm#Madagaskar
http://www.librikon.de/Nachbarskinder.htm#Madagaskar2
http://www.librikon.de/Nachbarskinder.htm#Mada3

Zebu-Projekt in Andasibe, Madagaskar

Zebu-Projekt in Madagaska

Das Zebu Projekt ist eine Initiative der Association Mitsinjo, die von Andasibe aus, einer Stadt in einem der artenreichsten östlichen Regenwaldgebiete Madagaskars, wirkt. Die Aktivitäten Mitsinjos zielen vor allem auf die Rehabilitierung der Infrastruktur (Zugangswege, Schulen), den Schutz besonderer Habitate, die Förderung des Ökotourismus und die Förderung der Landwirtschaft.

Hilfe für Afrika e.V. hat 2007 Mitsinjo Mittel für den Kauf von 2 bis 4 Zebu-Bullen zur Verfügung gestellt. Mit ihnen sollen etwa 35 Familien, zwei Täler (etwa 300 Hektar) um das Dorf Ambohibakoka, die z.Z. brach liegen, für den Reisanbau bearbeiten. Inzwischen hat Mitsinjo zwei der Zebus gekauft. Unser Ansprechpartner mit Mitsinjo ist Peter Hofs.

Zebu Project, Andasibe
Zebu – Buckelrind

Ein Ramsar-Schutzgebiet

Das Feuchtgebiet von Torotorofotsy nahe Andasibe im zentralen Osten Madagaskars ist mittlerweile ein Ramsar-Schutzgebiet und nicht nur durch seine einzigartige Flora und Fauna, sondern leider auch durch die Armut seiner Bewohner gekennzeichnet.

Eine der Hauptschwierigkeiten ist die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft. Mangels finanzieller Mittel können die Menschen nur wenig in die Landwirtschaft investieren. Oftmals wird das Feuer als kostengünstiger Mitarbeiter zu Rate gezogen, um großflächige Brandrodungen anzulegen. Diese sind oft in topographisch ungünstigem Gebiet gelegen, zerstören die Regenwälder mit ihren einzigartigen Tier- und Pflanzenarten und leisten der Erosion Vorschub. Die Ernten sind generell schlechter als auf permanent bewirtschafteten ebenen Flächen und nach wenigen Jahren sind die Böden erschöpft.

Zebu Project, AndasibeUm eine nachhaltige Landwirtschaft zu gewährleisten, wurden zwei Zebus gekauft, die von der örtlichen Kooperative Mitsinjo gemanagt werden. Diese Buckelrinder ziehen nun Pflüge in den großen Schwemmebenen des Gebiets, und tragen so zu einer eheblichen Erleichterung bei der Urbarmachung fruchtbarer Böden bei.

 

Diese nachhaltige Form der Landwirtschaft führt zu Zunahme bewässerte Reisfelder, einer Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produkte und damit zu erheblich besseren Ernten ohne negative Auswirkungen auf die umliegenden Regenwälder.

Die ersten zwei Buckelrinder

Zebu Project, AndasibeDie beiden Zebus wurden geimpft und gegen Parasiten behandelt. Sie sind in einem kleinen Weiler namens Ambohibakoka untergekommen und werden von Herrn Honoré, einem Mitglied der Kooperative, versorgt.

Die Kooperative entscheidet, in welchen Gebieten die Zebus eingesetzt werden. Zunächst sind die beiden großen Ebenen rund um Ambohibakoka und Antaniditra (PK 18) vorgesehen.

Zebu Project, AndasibeDie Zebus werden regelmäßig von der Association Mitsinjo (Andasibe) und von Herrn Peter Hofs (Banjara Hills Consultants) in Augenschein genommen. Da die Zebus günstiger waren als ursprünglich erwartet, ist geplant, ein weiteres Tier zu kaufen. Um die Nachhaltigkeit des Projekts sicherzustellen ist langfristig die Zucht der Zebus anvisiert.

 

Zebu Project, Andasibe

Computer-Training-Programm fuer Jugendliche in Antananarivo, Madagaskar

Das Computer-Training-und Reintegrations-Programm für extrem arme Jugendliche in Madagaskar – update 12/2009

Hilfe für Afrika e.V. unterstützt weiterhin das Computer-Trainings-Programm in Antananarivo UND Finanziert einen Dokumentarfilm über das Computer-Trainings-Programm in Antananarivo.

Im November 2009 haben wir von Lucas Rodwell einen neuen Antrag zur Unterstützung des Computer-Trainings-Programms von armen Jugendlichen in Antananarivo, den Antrag zur Finanzierung eines Dokumentarfilms über das Projekt mit den Jugendlichen (Lucas Rodwell: «We would like to do a film about all our experiences) und die neuesten Nachrichten aus dem Projekt erhalten:

Lucas schreibt: Einige der Jugendlichen aus der ersten Computer-Gruppe haben inzwischen eine Arbeit gefunden. Andere haben Arbeiterfahrungen bei UNICEF machen können und haben damit bessere Aussichten auf einen Job bekommen. «The first group are fairly dependent on us (perhaps like the first child !), and were also victims of the political crisis … «  – und die Teilnehmer dieser Gruppe brauchen somit Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. «Thanks to Help for Afrika the first group were also able to do an intensive French course at the Alliance Française.»
Die Teilnehmer der zweiten Computer-Trainings-Gruppe haben alle ein Zertifikat in Office-Anwendungen erhalten und sie haben Arbeitserfahrungen in verschiedenen Firmen machen können, die einige von ihnen nach den Praktika übernommen haben.

Die dritte Gruppe ist gerade dabei Praktikas in verschiedenen Firmen zu machen.

Wir von Hilfe für Afrika e.V. freuen uns, dass wir dieses wirklich schöne Projekt, mit Hilfe Ihrer Spenden weiterhin unterstützen können.

Der Dankesbrief von Lucas Rodwell (vom 9.12.2009):

For the attention of : Hilfe fuer Afrika e.V.

Dear Sir / Madam
On behalf of ATD Fourth World Madagascar, and above all the young people from poor neighbourhoods, I would like to sincerely thank you for your kind donation of 2000 euros to our project. This will enable us to launch our film, which will enhance our chances of prolonging the project and its effect. We will now also be able to reinforce the autonomy of the young people with training in job hunting. As far as we know, this project is unique in that we continue to accompany the young people over the long term, not abandoning them until we are sure that they are out of the reaches of extreme poverty. Although this is costly, we believe this is efficient in breaking the vicious cycle. Many thanks of believing in us and supporting us.

Best wishes,
Lucas Rodwell
Computer Project Coordinator
ATD Fourth World Madagascar

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Aus der Presse hatten wir Anfang 2009 bereits von den politischen Unruhen auf der großen Insel erfahren. Es dauerte nicht lange und wir erfuhren von den Konsequenzen, die dieser Konflikt auf die mit Hilfe für Afrika befreundeten Menschen und ihre Projekte hat: Viele internationale Organisationen, wie die Weltbank, haben sich, aufgrund der politischen Unsicherheit, aus den Finanzierungsprogrammen heraus gezogen. Das heisst, dass viele Projekte plötzlich über kein Geld verfügen und so ihre begonenen Programme notgedrungen abbrechen müssen.

Als uns der Brief von Lucas Rodwell (Koordinator des Computer Projekts von ATD Vierte Welt) erreichte, in dem er uns von der aktuellen Notsituation berichtete (die bisherige Spender-Organisation hatte sich aus der Finanzierung zurück gezogen), erklärten wir uns von Hilfe für Afrika e.V. spontan bereit, das Programm finanziell zu unterstützen, damit es mit seiner Arbeit fort fahren kann.

Hintergrund-Information

Die armen Wohngegenden in Antantanarivo
In der Hauptstadt von Madagaskar gibt es einige tief-liegende, in der Regenzeit schnell überflutete Gebiete, in denen die ärmsten Menschen, seit mehreren Generationen, in ihren improvisierten Hütten und Wohnungen, dicht nebeneinander, in unerträglichen und unhygienischen Situationen, leben. Die ärmtsen Familien bauen ihre Hütten direkt neben den Müllhalden auf, in denen sie Tag und Nacht nach wieder verwendbaren Gegenständen suchen.
Die meisten Menschen haben keine feste Arbeit. Viele von ihnen sind Straßenverkäufer oder sie bieten, auf Bürgersteigen sitzend, ihre Waren an. Die Abwässer der Stadt fließen in offene Kanäle, die sich durch diese armen Wohngegenden schlängeln.

Nicht alle, doch einige junge Menschen, die in dieser Trostlosigkeit aufwachsen, werden kriminell. Viele Kinder verlassen im frühen Alter schon die Schule, um ihren Eltern bei der Ernährung der Familie zu helfen.

“There is an urgent need to give hope to the population, and in particular the young people who constitute the majority, that they will be able to get out of their difficult situations. We believe that one of the best ways to accomplish this is to provide training, as this is a way of breaking the cycle of poverty.” (Lucas Rodwell)

Die Geschichte des Projekts

Der Anfang des Projekts bestand, laut Lucas Rodwell, zu Beginn einfach aus Zuhören: Das ATD-Team hörte den jungen Leuten zu und erfuhr so von ihren Wünschen und Träumen. Ein wichtiger Wunsch war immer wieder, ein Teil der Gesellschaft sein zu wollen und nicht immerzu das Gefühl zu haben, von ihr ausgeschlossen zu sein.
In diesem Zusammenhang artikulierten die jungen Leute den Wunsch mehr über Computer zu erfahren und zu lernen am Computer zu arbeiten.

“I saw a computer for the first time … At the beginning I pressed and clicked anyhow to see what came up on the screen. My enthusiasm has never stopped growing as I have seen all the things that one can do with a computer. I was amazed that one can write with a computer, and not only with a pen.” (Zitat eines Jugendlichen)

Somit standen bald die Ziele des Projekts fest:

  • Die digitale Trennung zwischen Arm und Reich zu brechen, die zu einer immer stärkeren Ausgrenzung der Armen in sozialen, öknomischen und kulturellen Bereichen führt.
  • Sehr armen jungen Menschen ermöglichen das eigene Potential zu entwickeln, in dem man an ihrem Interesse an moderner Technology ansetzt.
  • Armen jungen Leuten eine Brücke anbieten, auf der sie eine berufliche Perspektive finden oder entwickeln können.

Mit einer Sachspende von Computern von APTICMAD (Association des partenaires TIC de Madagascar), und einer Partnerschaft mit Alcatel-Lucent (das freien Internet-Zugang versprach) began das Projekt mit 20 jungen Leuten, 16 bis 20 Jahre alt.

“We realised that even young people with only one or two years of schooling were able to learn the computer, and at the same time it re-motivated them to continuing improving their ability in Malagasy and in French.” (Lucas Rodwell).

Probleme, die das Projekt lösen musste … :

Mit dem guten Willen und den Sachspenden war das Projekt noch nicht getan. Die jungen Leute mussten sich, aufgrund der Instabilität in ihrem Leben, besonders anstrengen, um an dem Kurs teilnehmen zu können:

“Many of us do not eat at midday before entering class. Our parents find money too late in the day, and it’s too late, we are afraid of being late for class. Even if we are really ill, with stomach ache, or tooth ache, or head ache, we always come, because we want to succeed.”

So war es für viele von ihnen, die arbeiten mussten, sei es in der Müllhalde, als Autobewacher oder als Lastenträger, eine Enttäuschung fest stellen zu müssen, dass sie nicht einfach so an dem Kurs teil nehmen konnten. Denn sie mussten ja was zu essen haben.

Das bewog das ATD, den Teilnehmern ein kleines Stipendium zu geben, das ihnen ermöglichte, an den Klassen teil zu nehmen.

“At the beginning of our training, we continued to search the rubbish dumps during the night, and we no longer had time to sleep because early in the morning we had to sell what we had found. We were really very tired, but we had to finish we had started. We were given a grant so that we would be less tired. Since then, we alternate one night of sleep, and one night of work.”

Als das Projekt mit dem Internet verbunden wurde, wuchs die Motivation der jungen Leute immens. Im Juli 2007 erklärte die Weltbank sich bereit, eine Studie zu diesem Pilot-Projekt zu finanzieren.

Die Telefongesellschaft in Madagaskar bot der ersten Gruppe im März-April 2008 ein Praktikum von einer Woche an, in der jeder Student die Möglichkeit hatte, sich als Daten-Operator zu erleben.

 The aim of work experience is to get to know the world of work. I discovered many aspects of professional life. My friends and I were able to complete, in accordance with the rules, all the tasks that we were given us.” (Einer der Jugendlichen)

Nach dem Erfolg der ersten Gruppe von 20 Jugendlichen, startete eine zweite Gruppe Anfang 2008 mit dem Training.

Das Projekt hat gezeigt, dass die jungen Leute sehr motiviert sind und somit in der Lage, neue Inhalte, trotz der mangelnden vorherigen Ausbildung, zu erlernen. Das ATD-Team nahm nach diesen ersten Erfolgen Kontakte zu Partnern in der Gesellschaft auf, die den jungen Leuten bei ihrer Reintergration helfen sollten. Einige Betriebe und Trainings-Zentren meldeten sich und boten dem Projekt eine Zusammenarbeit an. Ende 2008 bekamen die Absolventen der ersten Guppe offizielle Qualifizierungs-Dokumente in Daten-und Compter-Technologie und Computer-Wartung.

Durch die politischen Unruhen Anfang 2009 sind die verschiedenen Programme von ATD Vierte Welt in Madagaskar in Not geraten. Wir können nicht alle Projekte finanziell unterstützen. Dazu fehlen uns einfach und leiderdie Mittel.

Wir von Hilfe für Afrika e.V. sind dennoch froh, dass wir durch die Hilfe unserer Spender in der Lage sind, das Computer-Trainings-Programm des ATD Vierte Welt in dieser aktuellen Notsituation zu finanzieren.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dass es uns weiterhin möglich sein wird, Projekte wie diese, die dazu da sind, den Kreislauf der Armut zu brechen, zu unterstützen.

Unterstützung von Schulen der Afar-Nomaden in Awash Nationalpark, Äthiopien

Unterstützung von Schulen der Afar-Nomaden in Äthiopien
Hilfe für Afrika e.V. finanziert seit Dezember 2010 ein neues Projekt in Äthiopien.

Unser Projekt-Partner ist der Australier Dr. Mat Pines von „Save Awash National Park and Filoha Hamadryas Project” (SANP) www.save-awash-national-park.com.

Wie der Name sagt, handelt es sich hierbei um ein Projekt, das sich im Awash Nationalpark befindet. Der Biologe Mat Pines lebt hier seit 2006 und arbeitet an einem Forschungsprojekt über Mantel-Paviane. Durch seine alltägliche Nähe zu den Menschen in seinem Projektbereich, den Afar- Nomaden, hat Mat Pines die schwierige schulische Situation der Afar-Kinder kennen gelernt und er hat mit seinem Antrag, diese zu verbessern, unsere Unterstützung gefunden.

Da viele Kinder und Jugendliche tagsüber den Eltern bei der Arbeit und vor allem beim Hüten der Herden helfen, besuchen nur wenige von ihnen die Schule. Daher befürworten die Schulleiter und die mit der Schulbildung befassten Offiziellen einen zusätzlichen Unterricht am Abend.

Mat Pines (mitte) nimmt die Spende von Nasrin Siege und Volkhard Brandes von Hilfe für Afrika an.

Die Schulen, die von Mat Pines betreut und von Hilfe für Afrika e.V. finanziert werden, sind folgende:

Sobure Grundschule: Hier können mehr als 700 Schüler in den Klassen 1-8 unterrichtet werden. Sobure GS ist die größte Schule in Woreda. Die Eltern der Schüler haben vor einiger Zeit Geld gesammelt und damit drei Klassenräume aus Lehm und mit Wellblechbedachung gebaut. Um diese Klassenräume lange benutzen zu können, und zu vermeiden, dass der Lehm in Staub verfällt, haben die Eltern und mit ihnen Mat Pines HfA um die Finanzierung von 2500 kg Zement gebeten. Damit sollen die Böden und die Wände von innen und außen verputzt werden. Die Eltern werden die Arbeit unentgeltlich vornehmen.

Alebetti Grundschule: Hier können 190 Kinder der benachbarten Siedlungen von Groß-Alabetti und Klein-Alabetti (das von der Zuckerrohr-Plantage umrandet ist), unterrichtet werden. Die Alebetti GS braucht ein Solar panel, eine Batterie und elektrische Leitung für die Beleuchtung, um den Kindern und Jugendlichen, die tagsüber die Schule nicht besuchen können, den Unterricht am Abend anzubieten.

Doho Grundschule: Hier könnten 200 Schüler in den Klassen 1-8 unterrichtet werden. Im Einzugsbereich der Doho GS arbeiten viele Kinder am Tage und so nehmen nur wenige von ihnen am Tages-Unterricht teil. Auch hier soll ein Solarsystem den Kindern den Abendunterricht ermöglichen.

Wasaro Grundschule: In dieser kleinen Schule können 120 Kinder in den Klassen 1-4 unterrichtet werden. Die Schule braucht Bücher in Amharic, English, Mathematik und Natuwissenschaften für die Schüler und den Lehrern. Hinzu kommt der Bedarf an Bäumen auf dem Schulgelände, um den Kindern in dem sehr trockenen Wüstenklima Schatten zu spenden.

Hilfe für Afrika unterstützt das Projekt mit der Finanzierung von: Zement, Solarsysteme. Elektrische Leitungen, und
Baum Setzlingen.

Fischernetze für das Dorf Nosiala, Madagaskar

Fischernetze für Madagaskar – Dorf Nosiala
Von Nasrin Siege, Addis Abeba, Äthiopien

Seit Mai 2010 unterstützt Hilfe für Afrika e.V. das besonders arme Dorf Nosiala nahe der Hafenstadt Manakara, im Südosten Madagaskars, mit neuen Fischernetzen. Diese Gegend wird häufig von Zyklonen heim gesucht und die Menschen geraten immer wieder in Not. So auch Anfang dieses Jahres, als uns der Spendenaufruf von Journalist Klaus Heimer erreichte, der den Menschen dieses Dorfes mit dem Kauf neuer Fischernetze helfen wollte. Mit einer Spende von 730 Euro hat Hilfe für Afrika e.V. den Kauf von 50 Netzen für Männer und 40 kleineren speziell für Frauen finanziert.

© Foto: Klaus Heimer

Mehr Informationen zu diesem schönen Projekt finden Sie im Artikel von Klaus Heimer, den wir Ihnen direkt auf diese Seite gestellt haben und schauen Sie sich auch die Fotos an, auf denen Sie die Freude der Menschen über die neuen Fischernetze entdecken können.

Klaus Heimer lebt seit über zehn Jahren in Madagaskar. Er ist Journalist, Buchautor, Fotograf und organisiert unter anderem Fotoreisen und Eisenbahntouren auf der tropischen Insel.

© Foto: Klaus Heimer

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Artikel:
Von Klaus Heimer, Antananarivo
Erschienen in madagaskar news montag, 23.8.10

Fischernetze aus Giessen sollen Lebenssituation verbessern helfen

Spende des Vereins “Hilfe für Afrika” löst viel Freude in dem von der Welt nahezu abgeschiedenen Ort Nosiala auf Madagaskar aus.

Giessen – Seit 1996 setzt sich der von der damals in Tansania lebenden Kinder- und Jugendbuchautorin und Psychologin Nasrin Siege mit Freunden ins Leben gerufene Giessener Verein „Hilfe für Afrika“ für zahlreiche Kleinprojekte auf dem so genannten „schwarzen Kontinent“ ein. Überall, wo Nasrin Siege mit ihrem für die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) tätigen Ehemann Ludwig wohnt, sucht sie Kontakt zu Hilfsorganisationen oder initiiert eigene Aktivitäten. Armutsbekämpfung steht seit Anbeginn im Blickpunkt des ehrenamtlichen Einsatzes.

So auch in Tansania, Sambia, Äthiopien und Madagaskar, wo von 2005 bis heute eine Bibliothek und ein Computer-Trainings-Programm für Jugendliche in einem besonders armen Viertel der Hauptstadt Antananarivo gefördert wird und Nasrin Siege 2006 mit jungen Leuten ein Buch in deutscher und madagassischer Sprache über deren Alltag und Lebenssituation herausgebracht hat. Spontan entschloss sich der Vorstand, dem auch Jan Kuhl aus dem Holzweg in Giessen angehört, jetzt ein besonders armes Dorf im von Zyklonen heftig gebeutelten Südosten der Tropeninsel mit neuen Fischernetzen auszustatten. Dank einer Spende von 730 Euro aus Giessen konnten in der Hafenstadt Manakara gerade 50 Netze für Männer und 40 für Frauen erworben werden. Als Eigenleistung übernahmen die künftigen Besitzer in Nosiala das Säumen der Ränder der Netze. Die Frauen ziehen diese im Flachwasser knapp über dem Grund und an den Uferrändern des Pangalanes-Kanal entlang und erhoffen sich kleine Fische oder Shrimps. Die Männer gehen im Kanal, aber auch im nahen Indischen Ozean auf Fischfang, keine ungefährliche Angelegenheit von den kleinen und angesichts der hohen Wellen zerbrechlich wirkenden Holzeinbäumen aus.

Im Zuge eines humanitären Pilotprojektes „Katastrophenschutzvorsorge“ des deutschen Auswärtigen Amtes erfolgte die Abwicklung der Übergabe. Auch Regenschauer konnten die Dorfbewohner nicht abhalten, die Gäste herzlich zu empfangen. Vorbei an mehreren ehemaligen Hütten, die gerade bei einem Brand zerstört wurden, ging es zum Dorfplatz von Nosiala. Kälte und Nässe fordern hier ihren Tribut bei den Menschen in dem abgeschiedenen Ort ohne hygienischen sanitären Anlagen oder medizinischen Einrichtungen. Seit dem von Teilen des Militärs unterstützten Putsch durch einen Ex-DJ am 17. März vergangenen Jahres hat sich die Situation insbesondere der Landbevölkerung dramatisch verschlechtert. Die neuen Machthaber plündern die Kassen, Korruption und Kriminalität sind sprunghaft angestiegen. Ein Ende des Politchaos ist auch nach 17 Monaten immer noch nicht in Sicht.

© Foto: Klaus Heimer

Der Grossteil der Bewohner wird in den Wintermonaten von Hustenkrämpfen geschüttelt, ein Gang zum Doktor erfordert einen Tagesmarsch. Geld für Medizin hat niemand hier. Der Bürgermeister, ein trinksüchtiger und korrupter Zeitgenosse, kümmert sich nicht um das Schicksal der Bewohner. Der stellvertretende Distriktchef Bernard Vincent Rakotovao betreut die Abwicklung der Hilfsaktionen für dieses Gebiet und hat auch den Kauf der Netze abgewickelt, ohne sich selbst daran zu bereichern.

Insbesondere die Frauen konnten es kaum abwarten und hüpften nach der Verteilung sofort in den Süsswasserkanal, um die neuen Netze zu testen, die die bisherigen wie Flickenteppiche wirkenden ausgedienten Fangtücher ersetzen.

Mit übergeben wurden auch die ersten umweltfreundlichen Solarkocherboxen der Schweizer Organisation ADES, die den Verbrauch von Brennholz und Kohle reduzieren sollen. Ein lokaler Mitarbeiter wurde in der Handhabung geschult und gibt sein Wissen an die Einwohner weiter. Außerhalb der Regenzeit ist in dieser Region Sonne im Überfluss vorhanden, deren Kraft ausreicht die täglichen Reisportionen zu erhitzen. Mit 132 Kilogramm Pro-Kopf-Verbrauch sind die Madagassen übrigens die Weltmeister im Reisessen. In der Entwicklung ist derzeit eine weitere Solarbox, mit deren Hilfe Fische getrocknet und somit haltbar gemacht werden können.

© Foto: Klaus Heimer