Sansibar

Sansibar, der halbautonomer Teilstaat des Unionsstaates Tansania liegt vor der Küste Tansanias. Die Insel ist den meisten als Sehnsuchtsort für Urlaub und Abenteuer bekannt. Weiße Sandstrände, Palmen, exotische Gewürze. Der Tourismus in Sansibar boomt. Jährlich kommen über hunderttausend Menschen um die Insel zu entdecken und ihren Urlaub an den traumhaften Stränden zu verbringen.

Doch hinter der schillernden Fassade von Hotelkomplexen und Strandbars zeigt sich ein anderes Sansibar. In Wohnblocksiedlungen und Slums außerhalb der Tourismusgebiete leben die Bewohner der Insel in großer Armut. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 250 US-Dollar und über die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Mangelernährung und Krankheiten sind allgegenwärtig. Zudem wird die Insel zunehmend durch Umweltverschmutzung, verursacht durch Massentourismus und Überfischung bedroht.

Sing It Loud – Der Kanaani Jugendchor aus Tansania zu Besuch in Deutschland

Vom 13. Mai bis 6. Juni dieses Jahres besuchte der tansanische Kanaani Jugendchor Deutschland. Die Konzert- und Begegnungsreise war ein großer Erfolg. Der Kanaani Jugendchor wurde 2008 in Arusha von den Jugendlichen selbst gegründet.
Der Chor gehört zu der evangelisch lutherischen ChemChem-Gemeinde im Stadtbezirk Sanawari in Arusha. Lieder und Texte komponieren die Jugendlichen selbst.
Dabei lassen sie sich von der traditionellen Musik der Massai und Wagogo, R&B, Blues, African Congo Style, Sebene, Zuku, Rumba, sowie lutherischen Chorälen beeinflussen. Continue reading “Sing It Loud – Der Kanaani Jugendchor aus Tansania zu Besuch in Deutschland”

Das Dogodogo Centre Street Children Projekt, Tansania

Das Dogodogo Centre Street Children Projekt – Tansania

Das Dogodogo Centre Street Children Project bietet Straßenkindern in Dar-Es-Salaam Essen, Schlafplätze, medizinische Betreuung, Primarschulausbildung, Oberschulausbildung und Lehrlingsausbildung an.

Angefangen hatte das DogoDogo Centre Straßenkinder Projekt mit dem Drop-In Zentrum mitten im Herzen von Dar-Es-Salaam. Es sollte ursprünglich als Anlaufstelle fungieren: Hier sollten die Kinder etwas zu Essen bekommen, etwas zum Anziehen, Beratung, die Möglichkeit sich zu waschen und medizinische Versorgung. Doch bald nach der Eröffnung des Drop-In Zentrums (Okt.1993) wurde das Programm im Januar/Februar 1994 um die Komponenten Übernachtung und Schulausbildung/Lehre erweitert: Bis zu 100 Jungen besuchen inzwischen das Zentrum täglich. Davon leben und übernachten bis zu 60 Jungen im Zentrum, von denen 30 Jungen Unterricht im Zentrum erhalten und 30 Jungen lokale Primarschulen besuchen.

Wegweiser zum Dogodogo Zentrum
Wegweiser zum Dogodogo Zentrum

Aus dem Schulausbildungsprogramm des Drop-In Zentrums ist das Kigogo-Wohnheim für Schüler (ehemalige Straßenkinder) entstanden. Das Wohnheim wurde mit Hilfe einer Eigenmaßnahme der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) gebaut. Das Wohnheim wurde am 1. Juli 1996 von den ersten Schülern und sieben Mitarbeitern bezogen. Insgesamt leben dreißig Schüler im Wohnheim.

Nach Beendigung der 7. Klasse der Primarschule besuchen die Jugendlichen entweder weiterführende Oberschulen oder beginnen mit einer Lehrlingsausbildung. Während dieser Zeit leben einige der Jugendlichen im Bunju-Lehrlingswohnheim. Das DogoDogo Projekt arbeitet seit 2003 im neuerbauten Bunju-Lehrlings-Zentrum in dem bis zu 200 Jugendliche in Holz- und Metallarbeiten ausgebildet werden. Neben der Arbeit in den verschiedenen projekteigenen Zentren, unterstützt das Projekt Jugendliche, die sich in privaten Firmen in der Lehrlingsausbildung befinden.

Das neuerbaute bunju-Lehrlings-Zentrum
Das neuerbaute bunju-Lehrlings-Zentrum

Hilfe für Afrika, e.V. unterstützte das DogoDogo Centre Straßenkinder Projekt in folgenden Bereichen

  • Beratung
  • Finanzierung von Wasser für das Kigogo Wohnheim.
  • Finanzierung des zweijährigen Ausbildungsprogramms für fünf ehemalige Straßenkinder aus dem DogoDogo Drop-In Zentrum und Kigogo- Wohnheim (Schulabgängern) für Juni 1999 bis Juni 2001.
  • Ein wichtiges Ziel des DogoDogo-Centre Straßenkinder Projekts ist es, die Straßenkinder wieder mit ihren Familien zusammen zu bringen. So werden regelmäßig Fahrten zu den Familien der Kinder (z.B. zu Weihnachten) organisiert und finanziert. Hilfe für Afrika e.V. hat die einen Teil der Finanzierung der Familienzusammenführung/Weihnachten 2000 übernommen.

Nasrin Siege arbeitete seit Februar 1994 in dieser Organisation und sie war seit 1997 bis Dezember 2003 Mitglied im Vorstand des Dogodogo Centre Street Children Trust.

Das Kigogo Wohnheim
Das Kigogo Wohnheim
Kigogo
Kigogo
Hausaufgaben im Kigogo
Hausaufgaben im Kigogo
Die Passionsfrucht Plantage
Die Passionsfrucht Plantage
Kigogo
Kigogo
Die Kinder des Kigogo Wohnheims freuen sich über die neuen Decken
Die Kinder des Kigogo Wohnheims freuen sich über die neuen Decken

last updated 21/5/08

Die SchneiderInnen-Gruppe, Tansania

Die SchneiderInnen-Gruppe, Tansania

Hilfe für Afrika hat eine neue Gruppe in die von ihr zu unterstützenden Gruppen oder Projekten aufgenommen: Es handelt sich um eine Initiative von armen Frauen und Männern, die von der Deutschen Christa Staub betreut werden. Eine Handarbeitslehrerin (die an einer Behinderung leidet) leitet sie an. Die Frauen und Männer dieser Gruppe sind entweder behindert und haben Kinder oder sie haben behinderte Kinder. Sie alle treffen sich einmal wöchentlich – mit ihren behinderten Kindern – und schneidern und sticken gemeinsam. Am Abschluss dieses Tages nehmen sie Arbeiten mit nach Hause, die sie bis zum nächsten Treffen fertig stellen sollen. Diese Arbeiten werden auf Märkten angeboten und verkauft. Die SchneiderInnen dieser Gruppe leben von dem Ertrag, den sie sich hier erarbeiten. HfA hat im Jahre 2005 erstmals ein Teil des Materials dieser Initiative finanziert.

Zitat aus dem Projektbericht: “About 50% of the children have some kind of brain damage and the other children have physical handicaps. Many of the mothers are single mothers (some men, when they see that a child is not normal, … leave the mother to fend for themselves).”

 

 

 

Child in the Sun, Tansania

Child in the Sun – Tansania

Das Projekt “Child in the Sun – Centre for Education and Vocational Training for Street Children (CIS) versucht seit 1992 mit seiner Arbeit der wachsenden Zahl von Strassenkindern in Tansania entgegezuwirken. Ausgehend von einem kleinen Zentrum in der Stadt Dar-es-Salaam mit nur 10 Kindern, hat sich das Projekt inzwischen auf insgesamt drei Zentren mit mehr als 120 Kindern ausgeweitet:

  1. Das Manzese Drop-In Centre in Dar-es-Salaam für 15 Kinder
  2. Das Mbezi Centre for Education and Vocational Training (ein Farmgelände, 25 km außerhalb von Dar-es-salaam) für 70 Kinder
  3. Das Msowero Centre for Agriculture and Training in self Reliance (Morogoro Region, 200 km entfernt von Dar-es-Salaam) für 30 Kinder/Jugendliche
Training im Hausbau
Training im Hausbau

Child in the Sun ist registriert unter der Arch-Diocese von Dar-es-Salaam und wird geleitet von Mitgliedern der Afrikamissionare Weisse Väter. Die Initiative für CIS führt auf den Weissen Vater Philippe Docq in 1992 zurück, der für mehrere Jahre in eine der dicht bevölkerten armen Randgebiete der Stadt Dar-es-Salaam gearbeitet hatte. Unter dem Eindruck der Not der wachsenden Anzahl von Strassenkindern (die aus allen Teilen des Landes in die Großstadt gelangen) in Dar-es-Salaam, eröffnete er das Manzese Drop-In Centre. Die erste Gruppe der betreuten Kinder bestand aus 10 Mädchen und Jungen. Um einer größeren Zahl von Strassenkindern helfen zu können, wurde das Zentrum in Mbezi (25 km außerhalb DSM) aufgebaut, in dem die Kinder leben, Grundschul-Unterricht bekommen und verschiedene Art von Handwerk erlernen. Bis heute ist das Mbezi Zentrum das einzige dieser Art in DSM.

Eßhütten der verschiedenen Jungengruppen
Eßhütten der verschiedenen Jungengruppen

Um das Projekt zum Teil selbst versorgen zu können, wurde 1997 das Landwirtschaftszentrum 250 km außerhalb von DSM gegründet. Hier leben und arbeiten landwirtschaftlich interessierte ältere Jugendliche, die das Trainingsprogramm im Mbezi Zentrum durchlaufen haben.

Die Trommler Gruppe
Die Trommler Gruppe

Das Programm von CIS umfaßt drei Phasen:

Die erste Phase:
Im Manzese Drop-In Centre leben Strassenkinder bis zu drei Monaten und werden langsam auf das Programm in Mbezi Zentrum vorbereitet. Sie bekommen Unterricht und lernen sich an einen bestimmten Zeitplan und Regeln zu halten. Ihre Wochenenden verbringen sie in Mbezi, wo sie das Programm dort kennenlernen und sich mit der Frage befassen, in welche Richtung sie während ihres zukünftigen Lebens hier gehen möchten (z.B. Handwerk / Beruf?, Schule?).

Training im Hausbau
Training im Hausbau

Die zweite Phase:
Die zweite Phase findet im Mbezi Zentrum statt und kann bis zu drei oder vier Jahren betragen. Die Kinder durchlaufen ein Schul- und Berufsausbildungsprogramm. Diese beinhaltet, dass sie einen Basis-Unterricht bekommen, das sich nach ihrem akademischen und intellektuellem Stand richtet und dass sie lernen in einer Gemeinschaft zu leben.

Der Unterricht besteht aus Mathematik, Kiswahili, English, Sport, Landwirtschaft, Schreinerei und Maurer-Handwerk.

Mit Hilfe von Theater, Tanz, eigene Verantwortlichkeiten und Gruppen-Treffen wird versucht, die vergangenen und momentanen Schwierigkeiten der Kinder aufzuarbeiten, Verhalten zu verändern und Selbstbewußtsein aufzubauen.

Während dieser Zeit versucht das Projekt dem Kind zu helfen, den Kontakt mit seiner Familie wieder aufzunehmen und wenn möglich es wieder mit ihr zu vereinen.

Die dritte Phase:
Das Msowero Training Centre hat das Ziel, den Jugendlichen ein eigenes und wirtschaftlich unabhängiges Leben zu ermöglichen. Das Training hier dauert zwei Jahre. Die Jungen bekommen ein bis zwei Morgen Land mit einem Haus, indem sie auf eigene Kosten leben. Das Zentrum ist organisiert wie ein kleines Dorf mit Verwaltungsgebäude, Freizeitmöglichkeiten u.ä.m.

Jenen jungen Erwachsene, die nicht mehr zu ihren Familien zurückkehren können, wird nach Ablauf der zwei Jahre der Erhalt eines kleinen Stück Landes in der Nähe von der Stadt Morogoro ermöglicht.

Zielgruppe: Jungen, die auf der Strasse leben

CIS ist auf permannter Suche nach finanzieller Unterstützung der verschiedenen Programme.

Hilfe für Afrika berät das Projekt seit längerem durch Beratung und finanziert einzelne kleine Programme.