Corona in Äthiopien und wie „Let me be child“ in Äthiopien mit dieser Situation umgeht …

Nasrin Siege kennt das Projekt gut. Seit 2008 unterstützt Hilfe für Afrika e.V. das Tagesheim „die Insel“ in Addis Abeba.
Von Etagegne Bierig und Helga Mbombi hat Nasrin Siege Informationen zu der Situation des Projekts während der Corona-Pandemie erhalten und diese in dem folgenden Bericht zusammengefasst.

Etagegne Bierig, die Gründerin von Lmbac, lebt in Norddeutschland und besucht normalerweise ihr Projekt mindestens einmal im Jahr. Durch Corona eingeschränkt musste sie die für das Frühjahr 2020 geplante Reise nach Äthiopien absagen. Doch sie ist im regelmäßigen Kontakt mit Habtamu Deneke, dem Projektleiter beider Tageseinrichtungen.

Zurzeit sind die Schulen in Äthiopien wegen Corona geschlossen und mit ihnen auch die Tagesheime von Lmbac in der Haupststadt Addis Abeba und dem ländlichen Doyogena.
Die insgesamt 99 Kinder beider Einrichtungen müssen zuhause bleiben.
„Die Häuser der sehr armen Familien, aus denen unsere Kinder kommen, sind sehr klein, in den meisten leben viele Menschen eng zusammengedrängt. Das bringt für die Familien große Probleme mit sich. Die Kinder können nicht wie gewohnt im Tagesheim essen, sondern müssen zuhause versorgt werden“, berichtet Etagegne Bierig.
Doch nicht nur die Kinder, sondern auch ihre erwachsenen Bezugspersonen müssen zu Hause bleiben. „Das geht jedoch nur eingeschränkt – gerade sehr arme Menschen können es sich gar nicht leisten, nicht zu arbeiten.“ (Helga Mbombi). Um den Familien in dieser schweren Zeit zu helfen, beschlossen Habtamu Deneke und die Teams beider Tageseinrichtungen, monatliche Hilfspakete mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Gesichtsmasken für alle Kinder und ihre Familien zusammen zu stellen, die von den Kindern abgeholt werden. „Das Geld, dass für die Versorgung unserer Kinder zur Verfügung steht, wird nun auf diese Weise ausgegeben.“ (Etagegne Bierig).
Die Kinder kommen in kleinen Gruppen und bei dieser Gelegenheit haben sie auch die Möglichkeit, mit ihren Betreuer*innen über ihre Probleme zu sprechen.
Zusätzlich erkundigen sich die Betreuer*innen telefonisch nach der Situation in den einzelnen Familien und beraten diese. „Bisher hat es keine gravierenden Probleme gegeben“, so Habtamu Deneke. „Die Kinder und ihre Familien sind sehr glücklich über diese Unterstützung. Immer wieder bedanken sie sich dafür. Aber sie vermissen ihre „Insel“ und freuen sich auch darauf, sie hoffentlich bald wieder besuchen zu dürfen.“

Wir von Hilfe für Afrika e.V. werden Let me be a child e.V. auch weiter finanziell unterstützen und hoffen auf Ihre Unterstützung!

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